Zahnarzt
Jost Schlenkhoff
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News

Gesund beginnt im Mund – von Anfang an!

Die Schwangerschaft ist eine einzigartige und emotionale Zeit. Sie wirft viele Fragen auf, vor allen Dingen, wenn es sich um das erste Kind handelt. Besonders häufig denken Schwangere über das Thema Gesundheit nach: Wie kommt man als werdende Mutter fit durch diese 40 intensiven Wochen? Und wie bereitet man dem heranwachsenden Baby einen optimalen Start ins Leben, sowohl vor als auch nach der Geburt? Eine ausgewogene Ernährung und gute Mundgesundheit können zu einem komplikationslosen Verlauf der Schwangerschaft beitragen.

Wie genau das gelingt, beleuchtet der Tag der Zahngesundheit 2024.
Unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – von Anfang an!“ rückt der jährlich am 25. September stattfindende Aktionstag die Zahngesundheit von Schwangeren sowie Kindern in den ersten drei Lebensjahren in den Mittelpunkt. In den nächsten Monaten informieren wir darüber, wie eine Schwangerschaft die Mundgesundheit der Mutter beeinflusst und wie sie diese effektiv stärken kann. Wir räumen mit Mythen à la „Jedes Kind kostet einen Zahn“ auf und erklären, wie es mit der gesunden Ernährung während der Schwangerschaft funktionieren kann. Außerdem legt der Tag der Zahngesundheit einen Fokus auf die Mundgesundheit von Babys und Kleinkindern: Wann sollte man bei Säuglingen mit der Mundpflege beginnen und was gehört dazu? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Stillen und Karies? Ab wann und wie oft sollten Eltern mit ihrem Kind zur Kontrolle in die Zahnarztpraxis kommen? Das sind nur einige der Fragen, um die es in den nächsten Monaten bis zum Tag der Zahngesundheit 2024 auf unseren Social-Media-Kanälen X und Instagram gehen wird. Schauen Sie vorbei!

Was ist so schlimm an einer Zahnlücke?

Meiner Oma sind auch zwei Backenzähne ausgefallen und sie ist trotzdem alt geworden. So schlimm wird es schon nicht sein, wenn Zähne ausfallen oder fehlen. Stimmt das?

Welche Gefahren damit verbunden sind, wenn ausgefallene Zähne nicht ersetzt werden?

Der Verlust eines Zahnes ist ein ernsthaftes Problem, das nicht nur die Mundgesundheit, sondern auch die allgemeine Lebensqualität beeinträchtigen kann. Die Gründe für Zahnausfall können vielfältig sein und reichen von einer schlechten Mundhygiene bis hin zu genetischen Faktoren.

Eine Zahnlücke bringt Einschränkungen mit sich

Eine Zahnlücke beeinträchtigt die Funktionalität und die Ästhetik und kann erhebliche Probleme beim Kauen und psychosoziale Einschränkungen mit sich bringen. Eine der unmittelbaren Folgen von Zahnausfall ist die beeinträchtigte Kau- und Bissfunktion. Die Zähne sind zum Zerkleinern von Nahrungsmitteln notwendig. Zudem spielt ein intaktes Gebiss bei der Aussprache bestimmter Laute eine entscheidende Rolle. Mit einer Zahnlücke ist häufig das Kauen und Sprechen erschwert, was zu Unbehagen und sozialen Unsicherheiten führen kann. Darüber hinaus bewirkt ein ausgefallener Zahn eine ungleichmäßige Belastung der verbleibenden Zähne und kann Zahnverschiebungen hervorrufen.

Ursachen eines ausgefallenen Zahns

Ein ausgefallener Zahn kann verschiedene Ursachen haben. Einer der Hauptgründe für Zahnausfall ist mangelnde Mundhygiene. Unzureichende Zahnpflege wie unregelmäßiges Zähneputzen, Nichtnutzung von Zahnseide und eine mangelnde Reinigung der Zunge kann zu Plaquebildung führen. Plaque ist eine klebrige Substanz, die sich auf den Zähnen ansammelt und Bakterien enthält. Diese Bakterien produzieren Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und Karies verursachen. Unbehandelte Karies kann schließlich Zahnverlust bewirken. Auch Zahnfleischerkrankungen, genetische Faktoren, eine ungesunde Ernährung, Unfälle sowie Verletzungen bescheren nicht selten eine Zahnlücke.

Ein Zahn-Implantat lohnt sich

Ein Zahnimplantat ist eine moderne und effektive Lösung zur Wiederherstellung verloren gegangener Zähne. Dazu werden künstliche Zahnwurzeln in den Kieferknochen eingefügt, um eine feste Basis für den Ersatzzahn zu bieten. Ein Zahn-Implantat liefert einen natürlichen Look und ein sicheres Gefühl. Implantate stellen eine langlebige Lösung für Zahnersatz dar und können bei guter Pflege über Jahrzehnte halten. Eine Investition lohnt sich, denn die Kosten machen sich bereits beim Zahnarztbesuch bezahlt. Im Beratungsgespräch mit dem Mediziner werden alle Optionen aufgezeigt und Fragen geklärt, auch das Thema "Kosten". Ob ein Zahn-Implantat sinnvoll ist, lässt sich mit diesem Video klären: https://www.youtube.com/watch?v=JFxgTg2mkz8


Zahnärzte mahnen erneut Regulierungsbedarf bei Investoren-MVZ an

Anlässlich des bekannt gewordenen Referentenentwurfs für das Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsversorgung in der Kommune (Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz – GVSG) fordern Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und Bundeszahnärztekammer (BZÄK) Bundesgesundheitsminister Lauterbach noch einmal mit Nachdruck auf, seinem Ende 2022 gegebenem Versprechen endlich Taten folgen zu lassen und Medizinische Versorgungszentren, die von versorgungsfremden Investoren betrieben werden (sogenannte iMVZ), endlich wirksam zu regulieren.

Seit Jahren dringen Private-Equity-Gesellschaften und andere große Finanzinvestoren in die vertragszahnärztliche Versorgung vor, in dem sie häufig kleine und marode Krankenhäuser aufkaufen, um sie dann lediglich als gesetzlich notwendiges Vehikel zur Gründung von iMVZ und großer iMVZ-Ketten zu nutzen. Die Dynamik ist enorm: Mittlerweile liegt der Anteil der iMVZ an allen zahnärztlichen MVZ bei 30,4 Prozent (3. Quartal 2023) – mit weiter steigender Tendenz.

Mit ihrem Fokus auf schnelle Rendite stellen iMVZ eine erhebliche Gefahr für die Patientenversorgung dar, wie sie beispielsweise das ARD Magazin „Panorama“ mehrfach dokumentiert hat. Auch das Gutachten des IGES-Instituts belegt diese Tendenz.

Obgleich das Bundesministerium für Gesundheit bereits öffentlich kommuniziert hat, dass die Regulierung von iMVZ in diesem Gesetzgebungsverfahren aufgegriffen werden soll, bietet der Referentenentwurf keine neuen Lösungsansätze zur Eindämmung dieser Problematik.

Hierzu erklärt Martin Hendges, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV: „Schon lange ist bekannt, dass die rein renditeorientierten zahnärztlichen iMVZ kaum etwas zur Versorgung auf dem Lande beitragen. Ihr Anteil an der Versorgung vulnerabler Gruppen ist auch deutlich geringer als bei herkömmlichen Praxen. Unsere Analyse von Abrechnungsdaten zeigt zudem eine Tendenz zu Über- und Fehlversorgungen in iMVZ gegenüber den bewährten Praxisformen. Daher fordern wir Minister Lauterbach noch einmal auf, hier entsprechende Regelungen aufzunehmen und die fortschreitende Vergewerblichung des Gesundheitswesens endlich wirksam zu stoppen. Dabei gilt es den Besonderheiten der zahnärztlichen Versorgung Rechnung zu tragen. Unsere konkreten Vorschläge dazu liegen seit Langem auf dem Tisch: Ein räumlicher und – das ist wichtig – auch fachlicher Bezug eines Trägerkrankenhauses muss gesetzlich zur Voraussetzung der Gründungsbefugnis eines Krankenhauses von iMVZ gemacht werden. Darüber hinaus ist zur Herstellung erforderlicher Transparenz die Schaffung von iMVZ-Registern und die Verpflichtung für iMVZ Betreiber, auf Praxisschildern und Websites Angaben über Träger- und Inhaberstrukturen zu machen, dringend erforderlich.“

BZÄK-Präsident Prof. Dr. Christoph Benz betont: „Die Zahnmedizin in Deutschland braucht keine fachfremden Investoren, die sich in ohnehin meist gut versorgten kaufkraftstarken Regionen niederlassen, um dort ihre Renditeversprechen zu erfüllen. Da die Behandler in iMVZ oft unter einem enormen Umsatzdruck stehen, finden die dort angestellten Kolleginnen und Kollegen meist eine schlechte Work-Life-Balance vor, die sich auch auf die Behandlungsqualität auswirken kann. Und das nicht nur bei uns im ambulanten Bereich. Ein amerikanisches Forschungsteam hat kürzlich die Auswirkungen der Private-Equity-Akquisitionen von US-Krankenhäusern auf die klinische Qualität der stationären Versorgung untersucht – mit erschreckenden Ergebnissen. Diese US-Studie verstärkt unsere Besorgnis über die Auswirkungen von Private Equity auf die Gesundheitsversorgung erheblich. Um den erheblichen Gefahren für die Patientenversorgung nachhaltig entgegenzutreten, braucht es jetzt eine standhafte Politik, die im Ergebnis klare gesetzliche Vorgaben gegen die ungebremste Ausbreitung von iMVZ auf den Weg bringt.“

Wehret den Anfängen!

Anlässlich des Neujahrsempfangs der Zahnärzteschaft beziehen die Vorsitzenden der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) klare Haltung gegen jede Form von Extremismus, Antisemitismus sowie Rassismus und distanzieren sich eindeutig von allen damit sympathisierenden Gruppierungen.

Hierzu erklären Martin Hendges (KZBV), Professor Dr. Christoph Benz (BZÄK) und Professor Dr. Dr. Jörg Wiltfang (DGZMK):

„Wir als zahnärztlicher Berufsstand positionieren uns unmissverständlich gegen Menschenfeindlichkeit und extremistisches Gedankengut. Gerade das Treffen radikaler Rechter Ende des letzten Jahres in Potsdam, im Rahmen dessen Pläne über eine sogenannte „Remigration“ bekannt geworden sind und damit Menschen mit einem Migrationshintergrund aus Deutschland vertrieben werden sollen, macht deutlich, dass solche Gruppierungen Feinde der Demokratie und unseres Grundgesetzes sind. Es ist die Aufgabe jedes demokratisch eingestellten Bürgers, jegliches extremistische Gedankengut aufs schärfste zu verurteilen und unsere freie Gesellschaft mit ihren Werten zu verteidigen. Daher ermutigt es uns sehr zu sehen, wie viele hunderttausende Menschen in den vergangenen Wochen auf bundesweiten Demonstrationen ein klares Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gesetzt haben und noch setzen. Dem schließen wir uns als Zahnärzteschaft an. Die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen versorgen mit ihren Teams täglich Hundertausende von Menschen, unabhängig irgendwelcher ethnischer oder sonstiger Zugehörigkeiten. Wir schätzen unsere Kolleginnen, Kollegen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Migrationshintergrund. Ohne sie wäre in Praxen und Kliniken Notstand.

Es geht jetzt darum, nicht zu schweigen oder zu verharmlosen, sondern nach dem Grundsatz ‚Wehret den Anfängen!‘ gemeinsam verfassungsfeindlichen Aktivitäten und Bestrebungen entgegenzutreten, damit unsere demokratische Gesellschaft fortbestehen kann.“



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